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Vom Date zur Beziehung

Das liebe Geld

Beim Geld hört die Freundschaft auf, sagt der Volksmund. Oft genug gilt das auch für die Liebe. Doch was tun, wenn der neue Partner mehr (oder weniger) hat? Oder sein Geld anders ausgeben möchte als Sie?

Das liebe Geld © istockphoto.com

Nach Eifersucht ist Geld das Thema, um das in Beziehungen am meisten gestritten wird. Dabei geht es in der Regel nicht wirklich um die klingenden Münzen oder die Zahlen auf der Kreditkartenabrechnung. Geld steht für Sicherheit, Leistung und sozialen Status. Manchmal ist es auch Massstab für Liebe und Glück.

Klare Vereinbarungen

"In der Phase der ersten Verliebtheit liegt vielen Paaren die Geldfrage fern - aus Furcht, der andere könne dies als mangelndes Vertrauen in die eigene Liebe und die gemeinsame Zukunft ansehen", weiss Parship-Coach Judith Veit. Doch wenn es kriselt, werden aus Geldfragen schnell Machtfragen.

Als sich Susanne und Petra über gayParship verliebten, stand für beide schnell fest: Wir brauchen eine gemeinsame "Reisekasse" für unsere Fernbeziehung. Da aus beruflichen Gründen ausschliesslich Susanne zu Petra reist, empfand die es als nur gerecht, sich an den Kosten zu beteiligen. Die beiden richteten ein gemeinsames Konto dafür ein. "Das nahm viel Sprengstoff aus unserer Beziehung. Für uns ist dieses 'Liebes-Konto' perfekt", berichtet Petra nach drei Jahren erfolgreicher Praxis.

Fair ist Trumpf

Wenn der eine gern Urlaub auf den Seychellen machen möchte, der andere aber lieber im Schrebergarten ein Zelt aufschlägt, geht es nicht immer um Flugangst. "Bei unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten hilft es nicht, blind in die Spendierhosen zu schlüpfen. Das kann den Partner leicht beschämen und sein Selbstbewusstsein beschädigen", betont Diplom-Psychologin Judith Veit.

Egal wer mehr verdient, entscheidend ist, über die eigenen Erwartungen und Pläne zu reden und diese mit denen des Partners abzustimmen. Großzügigkeit kommt trotzdem an: Wer objektiv mehr Geld zur Verfügung hat, könnte zum Beispiel einen grösseren Posten wie die Flüge für beide bezahlen. Und zwar ohne das der anderen vorzurechnen. "Das ist wie mit einem Geburtstagsgeschenk. Wer den Beschenkten auf den Wert der Gabe hinweist, diskreditiert sich selbst", sagt Beziehungsexpertin Veit.

Macht der Gedanken erkennen

Gedanken haben Macht. Mehr als Scheine im Geldbeutel oder Zahlen auf dem Bankkonto. Ob Sie genug Geld auf dem Konto haben, hängt nur begrenzt von der Summe ab, die Ihnen zur Verfügung steht. Vieles ist eine Frage Ihrer Einstellung. Haben Sie zum Beispiel grundsätzlich das Gefühl, zu wenig Geld zu haben, werden Sie diesen Zustand immer wieder herstellen. Oft hängt die innere Haltung auch damit zusammen, was man in der Familie über den Umgang mit Geld gelernt hat. Ob Sie Ihren Partner als sparsam oder verschwenderisch erleben, ist ein Resultat dieses erlernten Verhaltens. "Es ist wenig sinnvoll, dem geliebten Menschen seine Haltung zu Geld oder seinen Umgang damit vorzuhalten. Geld ist mit so tiefen Gefühlen verbunden, die kann man nicht durch Diskussionen verändern", bringt es Parship-Single-Coach Judith Veit auf den Punkt. Wegschauen ist jedoch keine Lösung. Wer mit einem anderen Menschen zusammenziehen möchte, sollte dessen Haltung zu Geld unbedingt vorher kennenlernen und mit der eigenen abgleichen.

Macht der Gefühle steuern

Bei finanziellem Ungleichgewicht kommt sich die eine schnell als Draufzahler vor, wogegen der andere vielleicht Schuldgefühle entwickelt, weil er dem Partner auf der Tasche liegt. "Statt sich immer wieder an denselben Punkten zu reiben, legen Sie vor sich selbst die Karten auf den Tisch", empfiehlt Judith Veit. Wofür brauchen Sie Geld? Was ist Ihnen wichtig? Wenn Sie innerlich gerne centgenau abrechnen, stellen Sie die Rechnung doch einfach einmal anders auf. Sie essen gern, haben dafür früher sehr viel Geld in Restaurants gelassen, Ihr Schatz hat eine Leidenschaft fürs Kochen. Ist es dann nicht mehr als fair, wenn Sie das "gesparte" Geld in eine gemeinsame Reise oder Theaterkarten investieren oder grosszügig die Autoreparatur des Partners übernehmen, schliesslich fährt er jedes Wochenende zu Ihnen? Umgekehrt braucht es Ihnen nicht peinlich zu sein, eingeladen zu werden. Haben Sie nicht den viel grösseren Freundeskreis, der Ihren neuen Partner erst kürzlich zu einem Geschäftskontakt verholfen hat? Natürlich ist es kleinlich, solche Sachen vor dem anderen aufzurechnen. Mit sich selbst in solchen Fragen ins Reine zu kommen, ist jedoch entscheidend für eine harmonische Finanz-Beziehung.

Maya Kristin Schönfelder/Parship

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