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Die Vorauswahl

Kompromisse bei der Partnersuche

Nur selten kommt das Schicksal so daher, wie man es sich ersehnt ... Manchmal trägt sogar ausgerechnet der Richtige eine Tarnkappe, die zu lüften sich lohnt. Wann Sie Abstriche von Ihren Idealvorstellungen machen sollten - und wann lieber nicht.

Kompromisse bei der Partnersuche © istockphoto.com

Auf den zweiten Blick

Angenommen, Sie erwägen eine ernsthafte Beziehung, sind aber (noch) nicht Hals über Kopf verliebt. Es ist völlig legitim, mögliche Kandidaten mit Ihrem privaten "Suchraster" abzugleichen. Die Kunst besteht darin, das richtige Raster zu erstellen und dieses zudem flexibel einzusetzen. Es wäre doch schade, wenn Sie durch ein vorschnelles, an einem äusserlichen Detail festgemachtes Urteil einen Menschen verpassen, der perfekt mit Ihnen harmonieren würde. Die Frau mit dem Doppelnamen oder der Bauer mit dem bayrischen Dialekt sind vielleicht ganz anders, als Sie denken. Das finden Sie aber nur heraus, wenn Sie sich auf einen ersten Dialog einlassen. Außerdem: Doppelnamen und Dialekte kann man ablegen, Humor und Zuverlässigkeit jedoch nur schwer nachträglich erwerben.

Wohlgemerkt: Es geht nicht darum, sich mit jemandem nur zufrieden zu geben ("... besser als allein zu bleiben"). Sie können bei der Partnerwahl nur dann aussichtsreiche Kompromisse eingehen, wenn Sie herausfinden, was für Sie ganz persönlich stimmig ist.

Nur ein kleiner Makel?

Es gibt Dinge, mit denen können Sie nicht leben. Werden Sie sich darüber klar, worin diese wirklich bestehen, was Ihnen sozusagen ein Leben lang gegen den Strich gehen würde. Wenn Sie beispielsweise für sich wissen: auf gar keinen Fall einen Partner ohne Studium, sollten Sie auch dabei bleiben. Bedenken Sie aber auch, dass es immer etwas an Ihrer neuen Liebe geben wird, das Sie gern ändern würden, wenn Sie zaubern könnten: den Kontostand, das Gewicht, die frechen Söhne mitten in der Pubertät ... Es kommt nur darauf an, ob Sie die Abweichung von Ihrem Ideal als blossen Makel tolerieren können oder ob es sich in Ihren Augen um einen grundlegenden Fehler handelt. Prüfen Sie Ihre Meinung zu Frauen oder Männern mit kleinen Kindern oder Partnern, die zehn Jahre nach Ihnen auf die Welt gekommen sind. Mancher wirkt mit 50 wie 40 und umgekehrt. Wenn Sie bei Ihrer Suche von vornherein Menschen ausgrenzen, die einige Jahre jünger oder älter sind als Sie, nehmen Sie sich vielleicht eine grosse Chance.

So manche Idealvorstellung hat man nur von anderen übernommen und kann sie ebenso gut über Bord werfen: Finden Sie burschikose Frauen oder tuntige Männer wirklich so schrecklich? An dieser Stelle ist auch das Stichwort Marktwert zu nennen: Wenn Sie selber nicht wie Nicole Kidman oder Antonio Banderas aussehen, erwarten Sie lieber keine Penélope Cruz oder keinen Daniel Craig - ausser vielleicht, wenn Sie so gut verdienen wie sie ... Haben Sie sich erst mal verliebt, wird sowieso vieles anders: Die Frau mit dem kurzsichtigen Blick hinter dicken Brillengläsern ist für Sie die schönste auf der Welt. Oder: Sie sehen dicke Leute plötzlich mit ganz anderen Augen, nur weil auch Ihre Liebste die Waage in den Keller verdammt hat.

Tolerant - aber nicht blind

Klären Sie für sich, welcher Bildungs- und Gesellschaftsschicht Ihr zukünftiger Schatz unbedingt angehören sollte. Wer hier etwas aufgeschlossener ist, kann viel gewinnen, vielleicht sogar von der Erfahrungswelt der anderen profitieren. Warum sollten nicht auch der Anästhesist und der Malermeister zusammen glücklich werden? Wenn zwei Menschen miteinander zu vereinbarende Werte haben und sich gegenseitig respektieren, gibt es kaum eine Bindung, die nicht möglich ist.

Mit Kompromissen in Einstellungsfragen sollten Sie vorsichtiger sein als bei den genannten Äusserlichkeiten. Wenn Sie Punkrock lieben und Ihre neue Bekanntschaft Andrew Lloyd Webber, können Sie sich vermutlich noch arrangieren. Ein Mann mit klassisch-griechischem Profil und interessantem Job nützt Ihnen jedoch herzlich wenig, wenn Sie nicht mit ihm lachen können und seine Vorstellung von Partnerschaft im Allgemeinen und Treue im Besonderen nicht teilen. Auch wenn Partner viel voneinander lernen können: Hoffen Sie nicht darauf, den anderen nach Ihren Wünschen zurechtbiegen zu können - fast immer ist das vergebene Liebesmüh.

Annemarie Lüning/Parship

Bücher zum Thema:

Susan Page: Ich finde mich toll - warum bin ich noch Single? Zehn Strategien, die Ihr einsames Dasein dauerhaft beenden. Knaur 2001, 8,90 EUR

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